Poetische Konfrontationen (M.Seisenbacher&H. Niklas)

ULNÖ – Literaturhaus NÖ, Steiner Landstraße 3, 3504 Krems / Stein
Donnerstag, 14. Oktober 2010
BEGINN: 20 Uhr
UNKOSTENBEITRAG: EUR 5,-
IM ANSCHLUSS WEIN UND BROT

Die Literaturedition Niederösterreich präsentiert 4 Beispiele zeitgenössischer Poetik – das Zusammenspiel von Form und Inhalt. Mit Gerhard Jaschke, Christopher Staininger, Maria Seisenbacher & Hermann Niklas.

Maria SEISENBACHER & Hermann NIKLAS
Dieses kongeniale Lyrik-Duo arbeitet im gemeinsamen Gedichtband  Konfrontationen (2009) mit der Form kommunizierender Lyrik, einer speziellen poetischen Dialogform: Ein Gedicht wird als Ausgangsort genommen, worauf das Gegenüber die lyrische Stimme aufgreift, damit arbeitet und mit einem neuen Gedicht repliziert. Der ausgesprochen schön gemachte und auf schlanke Ästhetik bedachte Band wird begleitet von Artwork by Goto – visuelle Textverarbeitung anhand menschlicher Gesichter.

GERHARD JASCHKE
In Wien geboren, hat Gerhard Jaschke ein besonderes Naheverhältnis zum Retzer Land, wo er gemeinsam mit Ingrid Wald seit 2002 die Unterretzbacher Sommergalerie betreibt. Hier treffen Literatur, bildende Kunst und Musik aufeinander, ganz dem Jaschkeschen Stil verpflichtet, denn der „Weltbudist“ ist nicht nur ein Titan der Literatur, er steht auch als Vermittler zwischen den Kunstgattungen, verbindet traditionellen Text mit Avantgarde, ist ein Meister des Anagramms, fördert in seiner 1975 mit Hermann Schürrer gegründeten Zeitschrift für Literatur und Kunst Freibord als Herausgeber arrivierte AutorInnen und neue Talente, begründet 1977 die Buchreihe Edition Freibord kann auf eine immense Anzahl von Einzeltiteln verweisen u.v.a.m.. Zurecht wird dieser umtriebige Kunstschaffende im heurigen Jahr mit dem Würdigungspreis des Landes NÖ in der Sparte Literatur geehrt. In der Literaturedition NÖ legt er 2007 den wunderbaren Band Anfänge – Zustände vor.

CHRISTOPHER STAININGER
Der gebürtige Wiener mit Anbindung ans Weinviertel debütiert 2000 mit dem Prosaband Und zum Schluß ich. Norbert Silberbauer meint zu diesem Titel: „Hier liest sich die akribische Beschreibung eines Stillstands (…), wird die Beschreibung des Details zum bestimmenden, nahezu enervierenden Stilmittel dieses Textes, der in seiner Konsequenz und Radikalität fasziniert.“ Im Folgejahr erscheint der erste Lyrikband Cognac und Rotwein, dem die Rezension Originalität und gelungene Metaphorik bescheinigt, 2004 bringt Staininger den Gedichtband Hinweg heraus. Der Autor bleibt in der Folge beiden Genres treu und legt nun seinen dritten  Lyriktitel Nichts und niemand. Liebes­ und Hassgedichte vor.

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