„BUENOS DIAS“ oder „CARLA WIRD AUF SIMILARITÄTEN UEBERPRÜFT“

Ein Familien-Dia-Abend mit der WORTWERFT

Ausgangspunkt des Leseabends ist die Zusammenkunft von Familienangehörigen zu einem Diaabend.  Im Hintergrund der Erzählungen und Gedankengänge der Anwesenden surrt der Diaprojektor von alten Zeiten. Die Dias zeigen Familienszenen aus den 70er Jahren einer Familie, die ihr Leben so lebte wie es üblich war. Und natürlich liegt hinter den Dias die Welt begraben in der sich alles Wichtige und Ereignisreiche zugetragen hat. Aber der Diaabend deckt nicht auf, die Geschichten bedienen sich keiner „Kronenzeitung“- oder „Heute“ Geschichten, sondern die Gedanken und Erzählungen der Familienangehörigen bleiben vor jenem Eintritt der „Wahrheit“ stehen und schicken die Zuhörer(innen) auf ihre eigene Reise in ihre eigene oder eine andere Familie.

Familie scheint sich, wie deren Abbilder auf Dia immer mehr verflüchtigt zu habe und eben dieser Schein trügt, denn der Schein lebt auch von Licht, wie die Dias nur durch Lichtreflexion gesehen werden können und auch die digitale Welt könnte ohne Licht nicht auskommen. Also wo liegt das Übel oder die Leidenschaft an einer Familie und wo sind sie sich im Fremden gegenüber und füreinander auch Bekannt und Fremd zugleich? Und warum machen Familien noch immer die gleichen Ausflüge wie vor 40 Jahren?

Die Wortwerft macht sich auf den Weg, familiär zu werden. Die Mitglieder schreiben je einen Text zu einer zugewiesenen Familienfigur und kennen dabei nur denText der Vorgängerin bzw. des Vorgängers. So setzen die in den Dias versteckten Erinnerungen in die Gegenwart über. Die Familienstruktur ergibt sich nicht nur durch die auf den Dias vorgefundenen Figuren, sondern verweist so durch den Entstehungsprozess der Texte auf das lückenhafte und facettenreiche Gedächtnis einer Familie.

Die Dias zum Abend wurden beim Caritas-Möbellager (CARLA) gefunden und gekauft. Die Wortwerft weiß nicht,  wer auf  diesen Dias zu sehen ist,  begibt sich daher  gedanklich in eine  fremde Familie und doch  zugleich auch in eine bekannte.

TERMINE

13. Mai 2012
um 20 Uhr

Cafe BELAS,
Akkonplatz 8. 1150 Wien

Gastleser:
Korbinian Gleixner (Schauspieler & Regisseur)

3. Juni 2012
um 20 Uhr

Das Werk,
Neulerchenfelderstrasse 6-8, 1160 Wien

Gastleserin und Gastleser:
Sarah Legler (Keine Delikatessen)
Jorghi Poll (gleichzeit / Verlagtheater)

Im Vorfeld der Lesung gibt es die Ausstellungseröffnung (19 Uhr)
„Third Space – Teil II“
von CONTRASTARTZ zwanzigzehn

Künstler/innen:
Kathleen Knauer, Artur Kurkowski, Alexander Könczöl, Alina Nosow, Diether Röthlein, Nicole Schultz, Karl Schrumpf, Patris Semma und Sebastian Stenzel

Ausstellungsdauer:
4.06. – 11.06. 2011

24. Juni 2012
um 19 Uhr

WerkzeugH,
Schönbrunnerstr. 61, 1050 Wien

Gastleserin und Gastleser:
Eva Maria Mayerhofer
Korbinian Gleixner (Schauspieler & Regisseur)

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